Die Deutsche THS Meisterschaft 2010

- written by Chewbacca –

 

 

 

 

                Bericht des VdH Ladenburg e.V.

 

                Ergebnisliste CSC

Auch dieses Jahr durfte ich wieder bei der Deutschen Meisterschaft im Combination-Speed-Cup (CSC) antreten. Klar, das ist schon mal eine echte Leistung, aber diesmal war ich nicht nur Starter, sondern auch Gastgeber. Naja, natürlich nicht ich als Rüde alleine, sondern mein „Verein der Hundefreunde Ladenburg“ zusammen mit dem swhv (Verband) und dem dhv (Dachverband).
Die Vorbereitungen begannen schon Monate im Voraus. Wir mussten nicht nur das Stadion und die halbe Stadt parat machen, Kataloge drucken, Geräte bauen,  Platz für die rund 500 Starter schaffen, die im Geländelauf, Vierkampf und CSC antreten sollten. Nein, die alle zuzüglich Publikum und Fans,  wollten ja auch irgendwo pennen und Hunger und Durst hatten die an den beiden Tagen auch ständig. Mal als Beispiel: Bereits beim ersten Sportlerfrühstück haben sie 300 Eier aufgefressen und die Bergsträßer Hennen mussten für den nächsten Tag eine Sonderschicht einlegen.
Außerdem hatten wir als Gastgeberverein auch noch die minimalistische Vorstellung, die beste und schönste DM aller Zeiten auszurichten. Ist ja wohl logo, oder?!
So ganz nebenbei wollten wir uns natürlich auch noch als Sportler für dieselbe qualifizieren und trainierten wie die Blöden. Bis dahin ist es ein langer Weg, da nur die Besten der Qualifizierten der Verbände letztendlich bei der DM mitmachen dürfen.
Bei unserem Verband (dem swhv) ist die erste Hürde „gute Zeiten“ bei Turnieren und der  Kreismeisterschaft zu sammeln. Dann erst geht’s weiter zur Verbandsmeisterschaft, die die Eintrittskarten für die DM begrenzt verteilt.  Bei anderen Verbänden im dhv sind diese Turniere vergleichbar mit Landessieger- und dann die Bundessiegermeisterschaft. Wir Ladenburger Vierbeiner waren in allen Disziplinen vertreten.
Im Vierkampf wurde ich sowohl Kreis- als auch Verbandsmeister. Im CSC mussten Kiara, Benni und ich als Team bei der Verbandsmeisterschaft gegen die 52 anderen Qualifizierten des swhv antreten und hier unter die ersten 16 kommen. Als wir das geschafft hatten, liefen wir schon mal mit geschwellter Brust herum.
Aber ist ein Wunsch erfüllt, bekommt er unverzügliche Junge:
Denn am ersten Tag der Deutschen Meisterschaft trafen wir auf die auserwählten 35 anderen CSC-Mannschaften (also die Creme de la Creme der Verbands- und Bundessiegermeisterschaften). Schwups war unser neues Ziel natürlich, nicht einfach nur dabei gewesen zu sein, sondern ins Achtelfinale zu kommen.
Davor, zwischendrin und danach hieß es natürlich für uns auch noch mal schnell die Veranstaltung mitzugestalten (nix mit gemütlich zum Start einlaufen, zwischendrin schön Chillen, nä, für uns war Dauerschuften angesagt).

Dann ließen wir alles stehen und liegen, unser Startpfiff im CSC kam und wir landeten auf Platz Nr. 6. Super, damit waren wir in der nächsten Runde!!! Das wurde beim „bunten Abend“ natürlich ausgiebig gefeiert und wir taumelten nicht nur im Erfolgsrausch.   
Tag 2 begann mit noch mehr Essen und Getränke verteilen, Geräte umstellen und bezüglich des Sports -also unseres CSCs -war aller alter Ruhm über Nacht plötzlich vergessen. Die Reset-Taste des Erfolges wurde gedrückt und jetzt kam es nicht nur auf Sekunden, sondern auf jedes Hundertstel davon an. Wir rannten los, machten auch keine Fehler, aber leider war unser direkter Gegner auch nicht übel. Ich hasse das K-O-System, denn wir flogen raus und wurden damit nur die 6.beste Mannschaft Deutschlands (will heißen: Top Ten von Hunderten aber an dem Tag halt doch irgendwie Looser. Mist !)
Da für uns der Spaß vorbei war, hatten wir so jetzt wenigstens Zeit unsere Kollegen vom Team Ladenburg 2 anzufeuern. Das hat auch richtig was genutzt, denn Amos und seine Mädels retteten die Vereinsehre und holten den Bembel !!!
Nö, wir Ladenburger Hunde sind überhaupt nicht ehrgeizig, wir wollen nur eben überall mitmischen. Mein Yoda hat sogar die ganze Zeit  rumgemosert, weil er es nur auf die DM-Ersatzbank geschafft hatte (und da auch hocken blieb, weil sich keiner an den Frühstückseiern den Magen verdorben hatte).
Jetzt fiebern alle der nächsten Meisterschaft entgegen. Benni, ganz bescheiden, hat vor im Geländelauf „Deutscher Meister“ zu werden (dieses Mal wurde er ja bloss 2.). Kiara und ich werden unser Glück vielleicht mal im Vierkampf probieren, falls wir dann noch fit sind und die uns mitmachen lassen.
Als Sportverein denke ich, haben wir unsere Ziele erreicht und als Gastgeber haben wir das gigantische und gut organisierte Ereignis mehr als nur gut gemeistert. Na wenn wir da mal nicht auf dem 1.Platz gelandet sind, fresse ich einen Besen (oder ein Schweineohr)!

 

Gos d´ Atura Català -  Perro de Pastor Catalan - katalanischer Schäferhund oder einfach auch Hirten- oder Hütehund